juMIT NRW

Startseite
Die Ziele der MIT
Themen
Termine
Presse
Impressionen
Surftipps
Kontakt zu juMIT
Branchenbuch
Personen
Impressum
Presse
Suche:

Presse

Grafik
31.08.2009
„Wenn Du eine gute Idee hast, dann mach es“: Christa Thoben im Gespräch mit Jungunternehmern
Nadja Bastawi musste schon erklären, was sie beruflich so macht. Die Chefin der Hildener Firma Two Pi Team übernimmt für große Computerspielehersteller Foren-Managament und Communitybetreuung. Kurz: Sie kümmert sich um tausende von Online-Computerspielern im Netz. Fast kommt ihre Firma einer Mischung aus Sozialarbeiter und Sicherheitsdienst gleich. Bastawi ist eine der jungen „Macher“, die mit Wirtschaftsministerin Christa Thoben in der Zeche Zollverein bei den dritten Jungunternehmergesprächen diskutierten.

Die gemeinsame Veranstaltung vom Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung und Junger Union NRW bietet immer wieder für nicht gerade typische Selbständige und für Unternehmer mit eher krummen Lebenswegen ein Forum, bei dem Sie mit Politikern, Vertretern der Wirtschaft und der Wissenschaft diskutieren können.

Neben Bastawi talkten unter Moderation des Journalisten Klaus Kelle noch der Werbemittelhändler Jörg Niehaus und der Gastronom Markus Oppl, der in Düsseldorf die „geilste Currywurst der Stadt“ anbietet, mit Thoben.

Bei der Diskussion in luftiger Höhe auf dem Dach der Zeche Zollverein war dabei eher Optimismus und Begeisterung für die eigene Selbständigkeit zu spüren. Weder der Verkäufer Niehaus noch der Imbissbudenbetreiber Oppl zeigten Zeichen der Resignation ob der Wirtschaftskrise und dies freute die Ministerin. Thoben: „ Solche Begeisterung ist wichtig. Aber dann sollte auch eine professionelle Planung der eigenen Selbständigkeit hinzukommen.“ Nadja Bastawi bestätigte dies: „Es braucht sowohl einen guten Businessplan als auch eine gute Idee.“

Markus Oppl, der als Koch in Sternelokalen und in internationalen Hotels begann und dann auf die Currywurst umstieg, betonte, dass vor allem die persönliche Freiheit und Selbstbestimmung das höchste Gut eines kleinen Unternehmers sei. Oppl: „Selbständigkeit war nun einmal ein Lebenstraum für mich.“

Zwar standen Fragen rund um unternehmerisches Selbstbild und auch das Ansehen von Selbständigkeit in Gesellschaft sowie im persönlichen Umfeld im Zentrum der Talkrunde. Aber dann kam man doch auch auf die Politik und vor allem die Finanzierung des eigenen Traums von der Selbständigkeit. Sowohl auf dem Podium als auch aus dem Publikum war von Jungunternehmern zu hören, dass gerade die Zwischenfinanzierung von Lagerbeständen, bei sehr langen Zahlzeiten der Abnehmer, zwingend eine starke eigene Liquidität voraussetzt. Hier sei kaum Hilfe der Haus- und Förderbanken zu erwarten. Auch Kritik am Hausbanksystem bei Förderprogrammen kam auf. Christa Thoben: „Gerade deshalb haben wir nun das Instrument der Mikrodarlehen eingeführt, bei dem das Hausbankprinzip aufgehoben ist. Jörg Niehaus ergänzte hierzu: „Schön und gut, aber mein Rat bei der Existenzgründung ist: Erst mal ein paar Jahre möglichst viel Geld auf die Seite legen und mit eigenen Mitteln einsteigen. Mit leerer Tasche sollte man nicht in die Selbständigkeit starten.“

[Bildunterzeile anliegendes Foto:] Jungunternehmer im direkten Gespräch mit der Wirtschaftsministerin, von links: Jörg Niehaus, Wirtschaftsministerin Christa Thoben, Moderator Klaus Kelle, Nadja Bastawi und Markus Oppl

Gruppenfoto: Von links: Jörg Niehaus, Nadja bastawi, Kristin Peitz (JU NRW), Klaus Kelle, Ministerin Christa Thoben, Bruno Vinscen (MIT NRW), Markus Oppl und JU-Landesvorsitzender Sven-Volmering
Grafik

<< zurück